Abitur

Sie haben die letzten vier Jahre gemeinsam gelebt, gelernt und gelacht. Nun erhielten die 19 Abiturienten des Evangelischen Seminars Maulbronn im festlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse. Wir freuen uns, dass alle Abiturienten des Jahrgangs das Abitur bestanden haben. Der Abiturschnitt der Promotion 2013/2017 liegt bei 1,9 und ist damit erneut deutlich besser als der Landesdurchschnitt. Besonders erfolgreich war Freya Garhöfer mit dem Traumschnitt von 1,0. Des Weiteren wurden Preise für herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen überreicht.

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Bild der Abiturienten: Conrad Schmitz


Wir gratulieren den Preisträgern des Evangelischen Seminars Maulbronn 2017:

Vorgeschlagen für die Studienstiftung des deutschen Volkes:  Freya Garhöfer
   
Ev. Studienwerk Villigst: Charlotte Neher
   
Besonderes Engagement:  Louis Krause 
   
Europäisches Abitur: Clara Neurath
   
Preis der Adolf-Mann-Stiftung: Charlotte Neher
   
e-fellows-Stipendium (Abitur besser 1,6):

Freya Garhöfer 

  Clara Neurath
  Louis Krause
  Marie Österle 
  Rahel Waidner
  Andreas Geiger
   
Scheffelpreis (Literarische Gesellschaft): Freya Garhöfer 
   
Humanismus heute (Griechisch): Freya Garhöfer
  Louis Krause
  Clara Neurath
  Rahel Waidner 
   
Humanismus heute (Latein): Freya Garhöfer
   
Englisch-Preis: Marie Österle
   
Musik-Preis (Eberhardt-Stiftung): Paul Blessing
  Rahel Ehret
  Amelie Fritz
  Freya Garhöfer
  Daliah Mezger
  Clara Neurath
  Marie Österle
   
Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung: Freya Garhöfer
   
Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Louis Krause
   
Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker: Clara Neurath
   
Paul-Schempp-Preis (Religion):   Clara Neurath
   
Hermann-Maas-Preis (Religion):  Leonie Dany

  • Ein Hoch auf die Kueche
  • Fleissige 11er beim Sektempfang
  • Laienrefektorium
  • Lehrer
  • Tolle Dekoration
 

Bilder und Pressetext zur Abiturfeier von M. Heinzelmann: 

Feierlich zogen die diesjährigen Abiturienten am 29.06.2017 mit Pfarrerin Ose durch das Hauptportal in die Klosterkirche Maulbronn ein. Der festlich gestaltete Gottesdienst, bei dem auch Lehrer und Mitschüler mitwirkten, bildete den richtigen Rahmen für die Abiturienten, für die vier Jahre am Seminar Maulbronn nun zu Ende gingen.

Das Wetter spielte mit, sodass der anschließende Sektempfang im Kreuzgang des Klosters und unter freiem Himmel stattfinden konnte. Im Laienrefektorium warteten die festlich geschmückten Tische und ein köstliches Büffet auf alle Gäste, die einzelnen Promotionen der Schule, Lehrer, Familie und Freunde.

Die Abiturrede von Ephorus Keitel war ein gelungener Auftakt in das Abendprogramm, da dieser u.a. aus den Briefen der Abiturienten anonym zitierte, die er vor dem Eintritt ins Seminar von diesen erhielt und somit einen Bogen spannte. Mit einem Lächeln im Gesicht erkannten sich die einzelnen Schüler/innen wieder. Herr Griesinger gestaltete die legendäre Lehrerrede, welche er zur Freude der Abiturienten mit viel Humor und trotzdem einer nicht fehlenden Ernsthaftigkeit vortrug. Die Abiturientinnen Daliah Mezger und Lea Muckenhaupt fanden in ihrer Rede die richtigen Worte, die ihren Jahrgang als einen ganz besonderen  auszeichnete und bedankten sich bei allen, von denen sie auf ihrem Weg am Semi begleitet wurden.

Ein Höhepunkt des Abends war selbstverständlich die Zeugnisübergabe und die Vergabe der zahlreichen Preise. Auf die Gesamtnote 1,9 können die Seminaristen wirklich sehr stolz sein. Freya Garhöfer bestand das Abitur mit der Traumnote 1,0.

Einzelne Klassenbeiträge sorgten zudem für eine ergreifende Stimmung im Saal und drückten einmal mehr die Gemeinschaft, die am Seminar Maulbronn herrscht, aus. Der Elternbeitrag des ehemaligen Seminaristen, Herrn Neher, ließ außerdem die Zeit der Abiturienten am Seminar Maulbronn Revue passieren und betonte die besondere Bildung – mitunter durch den altsprachlichen, musikalischen und theologischen Schwerpunkt – des Seminars, welche den Seminaristen zuteil geworden ist. Er sei sehr dankbar für diese Möglichkeit, die die Schüler am Seminar hätten.

Der Abend klang musikalisch mit Liedern der Eltern und Abiturienten langsam aus. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen die Abiturienten am Ende der Abiturfeier das Laienrefektorium, lachend vor Freude über das bestandene Abitur und weinend, da die schöne und ganz besondere Zeit als Seminarist sich nun wirklich dem Ende zuneigt. Denn am nächsten Tag, nach der bewegenden Andacht im Chorgestühl, verabschiedeten sich die Abiturienten als Promotion mit dem Auszug aus der Mühle.

 

Landexamen

Dreizehn unerschrockene und ausgesprochen liebenswerte Kandidaten traten in diesem Jahr zu unserer Aufnahmeprüfung, dem Landexamen, an. Es galt, insgesamt drei schriftliche (Deutsch, Mathe, Englisch) und zwei mündliche (etwa Geschichte, Reli, Französisch oder Musik) Prüfungen zu absolvieren. 

Daneben blieb viel Platz für das Kennenlernen des Seminars, das Schwimmen im Tiefen See (mit Boot!), Einkaufen und Kochen (Pizza!), einen gefährlichen Spieleabend (Feuer!) und eine Führung durch das Kloster (870 Jahre alt!). Nicht vergessen werden darf das abendliche „Werwolf“-spielen (Werwolf!). Bestes T-Shirt des Landexamens: „I love toxic waste“.

Wir drücken allen Kandidaten ganz fest die Daumen und hoffen, sie im September bei uns willkommen heißen zu dürfen.

  • Abendprogramm auf dem  Klosterhof Kopie
  • Abschlussgrillen (2) Kopie
  • Abschlussgrillen Kopie
  • Ephorus Keitel mit Semis Kopie

 

Pädagogischer Tag

„Es war ein besonderes Erlebnis für mich als Schüler mit den Lehrern, Eltern und Mitschülern zusammenzuarbeiten und wir haben wirklich schon einiges gemeinsam geschafft!“ 

Der Pädagogische Tag am 19.06.17 war der produktive Anfang für die Beschäftigung mit unserer Leitbildentwicklung. Wir danken ganz herzlich Frau Lange und Herrn Hertweck aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe, die uns auf unserem Weg begleiten.

Hier nun einige erste Eindrücke:

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Kletterpark

Fast wäre unser Ausflug am 29. Juni buchstäblich ins Wasser gefallen, aber wir hatten Glück und der langersehnte Ausflug in den Kletterpark nach Illingen der Klassen 9 und 10 konnte Gott sei Dank stattfinden.

Nach dem Frühstück versammelten sich  die Semis mit Frau Schön und Frau Heinzelmann auf dem vorderen Klosterhof. Mit Proviant und Regenkleidung ausgestattet – die nur noch eine Weile  auf der Wegstrecke in Anspruch genommen werden musste – ging es los. Aber was wäre das Wandern ohne Musik? Dafür wurde im Vorfeld gesorgt, sodass – in einer moderaten Lautstärke natürlich – Melodien aus dem kleinen transportablen Lautsprecher eines Schülers erklangen und eifrig mitgesungen wurde. Selbstverständlich wurden auf der malerischen Strecke nach Illingen auch andere Lieder angestimmt und gute Gespräche geführt. So verging die Zeit wie im Flug und wir erreichten nach ca. zwei Stunden den Kletterpark. Kurz stärken und dann wurden nach der Einführung die Klettergurte und Helme angelegt. Das gegenseitige Helfen und Arbeiten im Team wurde nicht nur bei der Einführung großgeschrieben.

Mit viel Freude, aber auch mit etwas Respekt vor der Höhe und den Herausforderungen, die der Kletterpark für einige bot, hangelte man sich durch die Bäume des Waldes. Ein Highlight war mit Sicherheit der See über den man mithilfe eines Seils gleiten konnte oder der Mini-Bungee Jump. Nach ein paar Stunden ging es schließlich wieder Richtung Semi – diesmal aber mit Bus und Bahn. Was für ein schöner und erfolgreicher Ausflug, der Gott sei Dank nicht ins Wasser gefallen ist!

von M. Heinzelmann

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Klostertag

Der diesjährige Klostertag war wieder einmal ein besonderer Tag des Schweigens, Betens, Arbeitens und Zu-sich-Findens, welcher von jedem einzelnen Seminaristen bzw. Teilnehmer ganz individuell empfunden wurde. Dies lag mitunter auch an den unterschiedlichen Projektgruppen am Dienstag:  Zimmerei, Töpferei, Schneiderei, Kräuterkunde, Kochen, Papierwerkstatt und Steinbearbeitung. Je nach Interesse durften sich die Schüler/innen an diesem Tag u.a. mit dem Nähen von Kutten, der Herstellung eines Hockers (nachdem das Holz eigenhändig im Wald gefällt wurde), kreativen Töpfergegenständen (z.B. Vogeltränke, Tassen und Becher, Kerzenhalter, Kelch), Kräutersalzen und Co, leckeren Zimtschnecken und Fladenbroten, Papierkarteikästen oder mit künstlerischen Steinskulpturen beschäftigen.

Aber nicht nur die Projektgruppen sorgten für eine besondere klösterliche Stimmung, sondern auch  die Einstimmung am Montagabend. Die Jungs übernachteten gemeinsam im Audimax, die Mädchen im Oratorium, nachdem Handys und Uhren abgegeben und die Kutten angezogen wurden. Für viele war die Kerzenprozession im Kreuzgang vor dem Schlafengehen eines der schönsten Erlebnisse!

Hier nun einige Zitate der Seminaristen (und Lehrer/innen)  über die Bedeutung des Klostertages: 

Der Klostertag ist wie immer eine spannende Erfahrung, denn es ist gar nicht so einfach den Tag für sich zu leben und besonders auf sich zu achten. Zudem ist es eine Herausforderung den Tag über zu schweigen und die Schule und den Alltag für einen Tag ruhen zu lassen.“ Johanna (Promo 2015/2019)

Was der Klostertag für mich bedeutet: Das Kloster in seiner Schönheit wahrzunehmen; sich in einer buchstäblich unausgesprochenen Gemeinschaft mit Semis und Kollegen zu fühlen; auf die eigenen Gedanken zurückgeworfen zu sein und zu erleben, wie sie sich in der Stille entwickeln können; Wertschätzung für die existenziellen Dinge des Lebens zu entwickeln; Konzentration, Bewusstmachung; Empfänglichkeit für Eindrücke.“ Tobias Utz (Latein- und Griechischlehrer)

Dieser Klostertag war ja für uns 9er der 1.; es war eine tolle Erfahrung einfach mal ruhig zu sein. Für mich bedeutet der Klostertag aussteigen aus dem Alltag und ganz neue/ andere Dinge mitzunehmen, zu arbeiten und auch die Gemeinschaft zu spüren, die plötzlich trotz oder gerade wegen dem Schweigen besonders groß war.“ (Paula, Promo 2016/2020)

Die schönsten Momente am Klostertag:

Die Kerzenprozession am Montagabend war für mich am schönsten, da die Kerzen und die Melodien, die dort angestimmt wurden, mir immer ein wohliges Gefühl der Geborgenheit geben und man dabei sehr gut abschalten und sich auf die Stille des folgenden Tages einstimmen lassen kann.“ Sarah (Promo 2015/ 2019)

Mit Kerzen im Kreuzgang – Das Seminar und das Kloster werden eins.“ Tobias Utz (Latein- und Griechischlehrer)

Für mich waren  die Gebete über den Tag verteilt (beispielsweise Mette, Terz, Sext, Non) im Chorgestühl sehr schön, da sich alle gemeinsam an einem der beeindruckendsten Orte in der Klosterkirche versammelten und die Gemeinschaft intensiv zu spüren war.“ (Meike Heinzelmann, Deutsch- und Englischlehrerin)

  • Fladenbrote in der Seminarkueche
  • Holzhockerherstellung
  • Krauterkunde
  • Oratorium mal anders
  • Papierwerkstatt
  • Steinskulpturen
  • Töpfern