Kollegiumsausflug

Ein angenehmes Sättigungsgefühl, jede Menge Elektronen im Blut und ein kaputter Wagen – das ist die Bilanz des diesjährigen Mitarbeiterausfluges des Evangelischen Seminars Maulbronn. 

„Wie konnte das alles nur so kommen?“ – Mag sich am Ende dieses denkwürdigen Tages mancher gefragt haben, der dabei war. Gegen 13:00 Uhr hatte bereits alles gut angefangen. Die Kollegen und Mitarbeiter trafen sich am Jagdschlossbrunnen, um nach der sechsten Unterrichtsstunde zu Beginn dieses Heimreisewochenendes einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Schnell waren die Personen auf die verfügbaren Kraftfahrzeuge verteilt, fast noch schneller erreichte die Gruppe dann Karlsruhe-Durlach. In einer gut belüfteten Halle fuhr dann ein Großteil der Teilnehmer ein gemeinschaftsförderndes Kartrennen. Ökologie stand dabei im Zentrum: Die Karts wurden von sauberen Elektromotoren angetrieben, die aus diesem Grunde auch sehr gute Starteigenschaften hatten. Nach dem zehnminütigen Qualifying wurde klar, das Sportlehrerinnen und einige Griechischlehrer gute Rennfahrer sind. Beim anschließenden Rennen über etwa 30 Minuten zeigte sich dann aber – teils überraschend – ein recht eindeutiges Bild. Wer am Ende (völlig zu Recht) als glorreicher Sieger mit nassgeschwitztem Shirt aus seinem Kart stieg, sei an dieser Stelle nicht verraten. Insgesamt konnte sich jedenfalls jeder als Sieger fühlen, war doch niemand wegen unsportlichen Verhaltens verwarnt worden. Überhaupt ist an dieser Stelle zu unterstreichen, dass sämtliche Teilnehmer – trotz der zugegebenermaßen „agonischen“ Situation - ausgesprochen fair und defensiv unterwegs waren.

Im Weingartner Moor (Sumpf?) konnte die Gruppe anschließend auf einem wunderschönen Spazierweg in langsamem Tempo gehend, sich dabei angeregt unterhaltend, einerseits die erlebte Wettkampfsituation besprechen und andererseits die herrliche Natur bei herrlichem Wetter genießen. An vielerlei Stellen lud die örtliche Flora und Fauna zum Entdecken und Staunen ein, glücklicherweise war mit einer examinierten Biologin eine fachkundige Führerin anwesend und ansprechbar.

Ausklingen wollte der Tag dann in einem versteckt-idyllisch gelegenen Lokal in Weingarten (Baden) bei Piggeldy oder Frederik (mit Pommes oder wilden Kartoffeln). Zum Abschluss gönnte sich der eine oder die andere noch ein Eis (gemischt, mit Smarties, sehr fein). 

Als dann die Heimfahrten anstanden, bot sich jedoch ein Bild des Schreckens. Zwar waren die Personen wie schon am Mittag schnell auf die zur Verfügung stehenden Kraftfahrzeuge verteilt, doch – der Pkw einer Kollegin wollte nicht anspringen. Selten nun ist eine Kollegin in so beneidenswerter Situation, eine Panne in Gegenwart so vieler hilfsbereiter Kollegen zu erleiden. Sofort wurde das Fahrzeug mit vereinten Kräften angeschoben (Schneller, schneller, GAS GEBEN!). Trotz redlichen Bemühens der Kollegen, trotz Erfahrung der Kollegin (wann Gas gegeben werden muss), trotz des Abhangs, der zum Anrollen zur Verfügung stand und der mehrmals in beide Richtungen bezwungen wurde, mussten die Kollegen als Gemeinschaft am Ende doch einsehen, dass die Hoffnung oft trügt und nicht alles gelingen kann. So blieb es am Ende also bei einem undefinierbaren Schaden des Fahrzeugs, die Kollegin jedoch konnte auf ein anderes Fahrzeug aufsitzen und musste nicht zurückgelassen werden. 

Insgesamt betrachtet kann man also schließlich in jedem Fall von einem äußerst gelungenen Ausflug und zuverlässiger Planung sprechen, dafür an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“ an Frau Rehberg, die als Personalrätin die Organisation übernommen hatte und dafür Sorge trug, dass „das alles“ so gekommen ist. Vielen lieben Dank!

(Autor: wer kann's erraten?)

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