Molekularbiologie

Wer ist wohl der Vater des Kindes? Mit dieser Frage beschäftigten sich die SchülerInnen des 4-stündigen Bio-Kurses in Klasse 12 am 7.12. am Lise-Meitner-Gymnasium in Königsbach-Stein. An dieser Stützpunktschule für Molekularbiologie können moderne Verfahren der Biologie ausprobiert werden. Unsere Kursstufenschüler simulierten an diesem Tag einen Vaterschaftstest: Aus den DNA-Proben mehrerer Männer sollte der Vater eines Kindes ermittelt werden. Dazu wird im Labor zunächst die DNA einer Probe vervielfältigt. Das hierzu verwendete Verfahren der PCR (Polymerase Chain Reaction) wird in vielen wissenschaftlichen Disziplinen, wie zum Beispiel der Medizin, der Kriminalistik, sowie selbstverständlich in den verschiedenen biologischen Fachrichtungen genutzt, um kleinste Spuren Erbmaterials so oft zu kopieren, dass man eine untersuchbare Menge erhält. Die erhaltene Substanz wird dann mit Hilfe der Gelelektrophorese der Größe nach aufgetrennt. Durch den Längenvergleich der DNA-Stücke des Kindes mit den verschiedenen Proben der potentiellen Väter und der Mutter, kann dann der genetische Vater ermittelt werden. Begleitet wurde der Versuch durch Frau Hafner, der es gelang, unsere Schüler nicht nur durch ihre Fachkompetenz, sondern auch durch ihre Diskussionsbereitschaft über rechtliche und gesellschaftliche Fragen, die mit dem Vaterschaftstest verknüpft sind, zu motivieren. 

von Miriam Rehberg

  • PCR1
  • PCR2
  • PCR3
  • PCR4