Pädagogischer Tag

„Es war ein besonderes Erlebnis für mich als Schüler mit den Lehrern, Eltern und Mitschülern zusammenzuarbeiten und wir haben wirklich schon einiges gemeinsam geschafft!“ 

Der Pädagogische Tag am 19.06.17 war der produktive Anfang für die Beschäftigung mit unserer Leitbildentwicklung. Wir danken ganz herzlich Frau Lange und Herrn Hertweck aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe, die uns auf unserem Weg begleiten.

Hier nun einige erste Eindrücke:

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Klostertag

Der diesjährige Klostertag war wieder einmal ein besonderer Tag des Schweigens, Betens, Arbeitens und Zu-sich-Findens, welcher von jedem einzelnen Seminaristen bzw. Teilnehmer ganz individuell empfunden wurde. Dies lag mitunter auch an den unterschiedlichen Projektgruppen am Dienstag:  Zimmerei, Töpferei, Schneiderei, Kräuterkunde, Kochen, Papierwerkstatt und Steinbearbeitung. Je nach Interesse durften sich die Schüler/innen an diesem Tag u.a. mit dem Nähen von Kutten, der Herstellung eines Hockers (nachdem das Holz eigenhändig im Wald gefällt wurde), kreativen Töpfergegenständen (z.B. Vogeltränke, Tassen und Becher, Kerzenhalter, Kelch), Kräutersalzen und Co, leckeren Zimtschnecken und Fladenbroten, Papierkarteikästen oder mit künstlerischen Steinskulpturen beschäftigen.

Aber nicht nur die Projektgruppen sorgten für eine besondere klösterliche Stimmung, sondern auch  die Einstimmung am Montagabend. Die Jungs übernachteten gemeinsam im Audimax, die Mädchen im Oratorium, nachdem Handys und Uhren abgegeben und die Kutten angezogen wurden. Für viele war die Kerzenprozession im Kreuzgang vor dem Schlafengehen eines der schönsten Erlebnisse!

Hier nun einige Zitate der Seminaristen (und Lehrer/innen)  über die Bedeutung des Klostertages: 

Der Klostertag ist wie immer eine spannende Erfahrung, denn es ist gar nicht so einfach den Tag für sich zu leben und besonders auf sich zu achten. Zudem ist es eine Herausforderung den Tag über zu schweigen und die Schule und den Alltag für einen Tag ruhen zu lassen.“ Johanna (Promo 2015/2019)

Was der Klostertag für mich bedeutet: Das Kloster in seiner Schönheit wahrzunehmen; sich in einer buchstäblich unausgesprochenen Gemeinschaft mit Semis und Kollegen zu fühlen; auf die eigenen Gedanken zurückgeworfen zu sein und zu erleben, wie sie sich in der Stille entwickeln können; Wertschätzung für die existenziellen Dinge des Lebens zu entwickeln; Konzentration, Bewusstmachung; Empfänglichkeit für Eindrücke.“ Tobias Utz (Latein- und Griechischlehrer)

Dieser Klostertag war ja für uns 9er der 1.; es war eine tolle Erfahrung einfach mal ruhig zu sein. Für mich bedeutet der Klostertag aussteigen aus dem Alltag und ganz neue/ andere Dinge mitzunehmen, zu arbeiten und auch die Gemeinschaft zu spüren, die plötzlich trotz oder gerade wegen dem Schweigen besonders groß war.“ (Paula, Promo 2016/2020)

Die schönsten Momente am Klostertag:

Die Kerzenprozession am Montagabend war für mich am schönsten, da die Kerzen und die Melodien, die dort angestimmt wurden, mir immer ein wohliges Gefühl der Geborgenheit geben und man dabei sehr gut abschalten und sich auf die Stille des folgenden Tages einstimmen lassen kann.“ Sarah (Promo 2015/ 2019)

Mit Kerzen im Kreuzgang – Das Seminar und das Kloster werden eins.“ Tobias Utz (Latein- und Griechischlehrer)

Für mich waren  die Gebete über den Tag verteilt (beispielsweise Mette, Terz, Sext, Non) im Chorgestühl sehr schön, da sich alle gemeinsam an einem der beeindruckendsten Orte in der Klosterkirche versammelten und die Gemeinschaft intensiv zu spüren war.“ (Meike Heinzelmann, Deutsch- und Englischlehrerin)

  • Fladenbrote in der Seminarkueche
  • Holzhockerherstellung
  • Krauterkunde
  • Oratorium mal anders
  • Papierwerkstatt
  • Steinskulpturen
  • Töpfern

 

Deutschlandfunk

Ist des Menschen Wille frei?


Karsten Gundermanns oratorische Disputation zwischen Luther und Erasmus in der Klosterschule Maulbronn uraufgeführt


Von Magdalene Melchers

Erasmus von Rotterdam verfasste 1524 seine Streitschrift "Vom freien Willen“. Der große Humanist hielt selbigen für gegeben. Martin Luther antwortete ihm ein Jahr darauf in einem Brief, „der freie Wille sei nichts". Daraus entstand ein Disput, der bis heute ungemindert von Bedeutung ist. Der Hamburger Komponist Karsten Gundermann gab diesem aktuell eine musikalische Form. In seinem von der Klosterschule Maulbronn beauftragten Oratorium lässt er die Protagonisten ein fiktives Streitgespräch führen, das aus Zitaten alter Schriften zusammenbaut ist. Ein Chor - bestehend aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften des Evangelischen Seminars - wägt die Standpunkte ab und kommentiert sie in Texten, die unter Mitwirkung der Schüler entstanden. Das Opus endet mit einer Chorfassung des "Vater unser": Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Autorin Magdalene Melchers begleitete die Einstudierung der Komposition bis zur Uraufführung am 21. Mai dieses Jahres. Dieses Projekt lehrte weitaus mehr als Melodien und Harmonien - es forderte jeden Beteiligten heraus, nach der Freiheit der eigenen Gedanken zu fragen.

Hören Sie die Sendung im Deutschlandfunk am 30. Mai 2017 um 22.05 Uhr.

 

Pfingstferien

Schöne Pfingstferien!

  • Ephoratsgarten
  • Frühlingsstimmung

 

Konzert

Ein aufregendes und wohl eines der bedeutendsten Wochenenden des Schuljahres 2016/ 2017 liegt hinter den Semis: Das Luther-Oratorium, welches der Komponist Karsten Gundermann dem Seminar Maulbronn geradezu auf den Leib geschneidert hat, wurde am Samstag, den 20.05.17, uraufgeführt. 

Vor den beiden Konzerten am Samstag und Sonntag hatte das Publikum die Möglichkeit eine persönliche Konzerteinführung mit dem Komponisten Gundermann, dem ehemaligen Seminaristen und Theologen Prof. Dr. Gestrich, Ephorus Keitel, der Schülerin Miriam, Conrad Schmitz und Sebastian Eberhardt (musikalische Leitung) zu genießen. Die Kulturjournalistin Magdalene Melchers, welche die Schüler/innen auch während der Probewoche in Weikersheim und in den Vorbereitungen rund um das Oratorium journalistisch begleitete, leitete das Podiumsgespräch. Viele Zuschauer wurden so neugierig auf das bevorstehende Konzert gemacht, da es eine wirkliche Bereicherung war einmal hinter die Kulissen blicken zu können. 

Viele Monate beschäftigten sich die Schüler/innen und Lehrer/innen mit diesem Meisterwerk des Reformationsjubiläums und die Mühen haben sich mehr als gelohnt. Tosender Applaus und Standing Ovations belohnten die Seminaristen und Musiker sowohl am Samstag, als auch am Folgetag. Nach dem letzten Konzert am 21.05.17 versammelten sich die Instrumentalisten, Chorsänger, Solisten und Lehrer gemeinsam in der Abt-Entenfußhalle, dem Speisesaal des Internats, um das tolle Wochenende gebührend ausklingen zu lassen. Viele Gespräche waren freudig, aber auch ein bisschen wehmütig, da das Projekt nun leider dem Ende zuging. 

„Des Menschen Wille“ wird wohl aber alle auch in Zukunft weiterbeschäftigen, denn der musikalische und inhaltliche Nachklang des Oratoriums ist in allen Köpfen – wenngleich auch auf unterschiedliche Weise – verankert!

von M. Heinzelmann

Bilder der Einführung von M. Heinzelmann, Bilder des Konzerts von Uta Süße-Krause. 

  • 1 Einfuehrung im Laiendorment
  • 1 K Gundermann und  C Schmitz
  • 1 Prof Dr Gestrich und Ephorus G Keitel
  • 2 (C) Uta Suesse-Krause
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  • 2 (C) Uta Suesse-Krause3
  • 2 (C) Uta Suesse-Krause4