Molekularbiologie

Wer ist wohl der Vater des Kindes? Mit dieser Frage beschäftigten sich die SchülerInnen des 4-stündigen Bio-Kurses in Klasse 12 am 7.12. am Lise-Meitner-Gymnasium in Königsbach-Stein. An dieser Stützpunktschule für Molekularbiologie können moderne Verfahren der Biologie ausprobiert werden. Unsere Kursstufenschüler simulierten an diesem Tag einen Vaterschaftstest: Aus den DNA-Proben mehrerer Männer sollte der Vater eines Kindes ermittelt werden. Dazu wird im Labor zunächst die DNA einer Probe vervielfältigt. Das hierzu verwendete Verfahren der PCR (Polymerase Chain Reaction) wird in vielen wissenschaftlichen Disziplinen, wie zum Beispiel der Medizin, der Kriminalistik, sowie selbstverständlich in den verschiedenen biologischen Fachrichtungen genutzt, um kleinste Spuren Erbmaterials so oft zu kopieren, dass man eine untersuchbare Menge erhält. Die erhaltene Substanz wird dann mit Hilfe der Gelelektrophorese der Größe nach aufgetrennt. Durch den Längenvergleich der DNA-Stücke des Kindes mit den verschiedenen Proben der potentiellen Väter und der Mutter, kann dann der genetische Vater ermittelt werden. Begleitet wurde der Versuch durch Frau Hafner, der es gelang, unsere Schüler nicht nur durch ihre Fachkompetenz, sondern auch durch ihre Diskussionsbereitschaft über rechtliche und gesellschaftliche Fragen, die mit dem Vaterschaftstest verknüpft sind, zu motivieren. 

von Miriam Rehberg

  • PCR1
  • PCR2
  • PCR3
  • PCR4

 

Lehrerfragebogen No1

Im Abstand von einigen Tagen wird hier unter "Aktuelles" ein neuer Fragebogen veröffentlicht. Erratet ihr, um welchen Lehrer es sich handelt? Lösungsvorschläge bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

1. Warum sind Sie am Seminar?

Im Jahre 2007 hatte ich das Glück, als Student das Kloster und die Schule, die mir bis dahin unbekannt war, im Rahmen einer Führung durch Herrn Küenzlen (Ephorus von 2003 - 2013) besuchen zu dürfen. Diese Führung hat mich dermaßen fasziniert, dass mir klar wurde, dass ich nach meinem Referendariat an diesem Internat arbeiten muss. Noch heute, immerhin 9 Jahre später, liebe ich diese Schule.

2. Kurswahl: Was würden Sie heute wählen?

Weiterhin Deutsch und Geschichte wie früher. Ich bereue nichts. Wenn ich im aktuellen System wählen müsste, entschied ich mich für Geschichte und Griechisch oder Latein. Deutsch hätte ich ja sowieso.

3. Warum sollten 8. Klässler unbedingt an's Seminar kommen?

Weil sie hier, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit der Sprache Altgriechisch, eine ganz hervorragende Bildung erwerben können.

4. Was unterrichten Sie?

Die besten Fächer der Welt. 

5. Lustigste / tollste Situation am Semi

Richtig toll finde ich es, wenn ich im Unterricht merke, dass jemand dabei ist und das Thema interessant findet. Auch klasse finde ich es, mit Seminaristen auf Exkursionen zu gehen. Manchmal ist es aber auch genial, zusammen beim täglichen Geier zu sitzen und über wasauchimmer zu diskutieren oder das Semiboot mit einer Menschenkette über einen glitschigen Abhang aus dem Tiefen See zu ziehen.

6. Wie ist das Verhältnis von Lehrern und Schülern außerhalb des Unterrichts? 

Das kommt auf die Lehrer und auf die Schüler an. Ich kann für mich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle.

7. Lieblingsort in Maulbronn und Umgebung

Bibliothek im Dorment, Chorgestühl vorne links.

8. Kochen am Dienstag: Was sollte ein Seminarist unbedingt mal kochen? 

Burger mit Donuts

9. Was treibt Sie jeden Morgen an, an's Semi zu kommen? 

Das Wissen, dass, wenn ich nicht käme, die Schüler keinen Unterricht hätten und weder sie noch ich etwas lernen würden.

 

Erste Hilfe

Am 21. Oktober fand für uns 9er ein Erste-Hilfe-Kurs in unsere Klassenzimmer statt. Drei junge Leute des Roten Kreuzes Maulbronn erklärten uns einige Grundlagen der Ersten Hilfe. Dies soll uns im Falle eines Notfalls innerhalb und außerhalb des Seminars helfen. Zu diesem Basiswissen gehören die stabile Seitenlage und das Absetzen eines Notrufs.

Jeder Schüler durft es einmal selbst ausprobieren und die Instrukteure gaben uns Tipps zur Verbesserung. Anschließend wurden wir auf den Fall eines Kreislaufzusammenbruchs an einem öffentlichen Ort vorbereitet. Eigenständig konnten wir herausfinden, wie man sich in einer solchen Situation verhalten (oder auf keinen Fall verhalten) sollte. Als nächstes wurde uns die richtige Art und Weise des Unterlegens einer Rettungsdecke bei einem Bewusstlosen beigebracht. Daraufhin lernten wir, Verbände an Arm und Kopf anzulegen. 

Alles in allem war es ein lehrreicher und sehr lustiger Abend, der uns allen hoffentlich lange in Erinnerung bleiben wird.



von Ofra Deiglmayer


 (Promotion 2016/2020)

An dieser Stelle sei dem Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes in Maulbronn ein herzliches Dankeschön gesagt! Herr Haalboom und viele andere Freiwillige schulen die Seminaristen nun schon seit einiger Zeit immer wieder ehrenamtlich und tragen dadurch wesentlich dazu bei, das Seminar zu einem sicheren Ort zu machen. Ohne ihr Engagement wäre das so nicht möglich. Vielen Dank dafür!



Sem-Julian Griesinger

 

Telefonnummer

Die Telefonnummer des Evangelischen Seminars Maulbronn hat sich geändert! 

Ab sofort sind wir telefonisch unter 07043-95509-0 erreichbar und per Fax unter 07043-95509-15.

 

Campus Galli

Der Besuch der Klosterbaustelle bei Meßkirch, wo nach dem St. Gallener Klosterplan ein Kloster mithilfe von mittelalterlichen Methoden aufgebaut wird, hat sich (ich hoffe, ich spreche im Namen aller) sehr gelohnt. Trotz Kälte und langer Fahrt, was den Ausflug leider nicht ganz so angenehm machte wie gehofft, konnte man viele Eindrücke mitnehmen. Was die Baustelle so besonders macht ist, dass die Besucher zusehen können, wie die Handwerker arbeiten und wie mittelalterliche Techniken tatsächlich angewendet wurden. Dabei waren die Arbeiter immer bereit Dinge über ihr Handwerk oder ihr Leben zu erzählen, woraus sich ein interessantes und persönliches Gespräch entwickeln konnte.

Den ein oder anderen mag dieser Ort dazu angeregt haben eines Tages vielleicht selbst dort mitzuhelfen und für eine kurze oder längere Zeit die mittelalterliche Arbeitsweise und -kleidung anzunehmen, denn die Hälfte der Mitarbeiter besteht aus freiwilligen Helfern die für eine Woche oder länger an der Baustelle bleiben. Fast jeder der ehrenamtlichen oder beruflichen Arbeiter fühlt sich bei ihrer Aufgaben sehr wohl, denn sie lasten nicht unter Zeitdruck, sondern können in ihrem Tempo und Rhythmus die teilweise fast schon meditative Handarbeit ausüben, was auch manchen Aktenkofferträger zu einer Auszeit einlädt, in der er sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellt. So soll das Kloster ungefähr 60-80 Jahre bis zur Fertigstellung brauchen. Seit 2012 wird an der Baustelle gearbeitet und schon jetzt kann man die Fortschritte beobachten, denn verschiedene Werkstätten, Tierställe und der Marktplatz sind fast fertiggestellt und die vorläufige Holzkirche ist mitten im im Werdeprozess.

Es lohnt sich also dem Campus Galli einen Besuch abzustatten, völlig egal ob jung oder alt, vielleicht das nächste Mal, wenn es wärmer ist, nicht nur, um den Prozess zu beobachten und die experimentelle Architektur zu erleben, sondern auch um das Projekt zu unterstützen.

von Alina Ehret (Promotion 2014/2018)

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