Lateiner-Exkursion

Exkursion der Lateiner zur Lusoria Rhenana und ins Terra-Sigillata-Museum

Am 14. Juni unternahmen die Lateinschüler der Klasse 10 des Salzach-Gymnasiums Maulbronn und der vierstündige Kurs Latein – bestehend aus Schülern des SGM und des Evangelischen Seminars – eine Exkursion nach Rheinland-Pfalz. 

Beim zweistündigen Rudern auf dem Römerschiff Lusoria Rhenana in Neupotz stellten die Schüler unter Beweis, dass sie brauchbare römische Legionäre gewesen wären. Die Lusoria Rhenana ist die originalgetreue Rekonstruktion eines römischen Patrouillenschiffs, mit dem die Römer ab dem dritten Jahrhundert n. Chr. den „nassen Limes“ (bestehend aus Rhein, Iller und Donau) gegen Einfälle der Barbaren verteidigten. 

Am Nachmittag folgte ein Besuch des Terra-Sigillata-Museums in Rheinzabern, wo nicht nur eine Museumsführung, sondern auch das Töpfern einer Terra-Sigillata-Schale und ein Gang zu den ausgegrabenen antiken Brennöfen auf dem Programm stand. Das römische Tabernae war das Zentrum der römischen Terra-Sigillata-Herstellung im deutschen Südwesten. 

von Jörg Lindauer

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Macbeth

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Bilder von Conrad Schmitz

In diesem Schuljahr wagte sich die Theater AG des Seminars Maulbronn an eine der großen Tragödien William Shakespeares: Macbeth.

Der Namensgeber des Stücks, ein schottischer Adliger, ist maßgeblich an der Niederschlagung einer Rebellion gegen den guten König Duncan beteiligt. Auf dem Weg zu diesem prophezeien ihm drei Hexen den Titel, den der besiegte Verräter getragen hatte, und darüberhinaus die Königswürde. Diese Weissagung trifft Macbeth an seinem wunden Punkt: Dem auch von seiner krankhaft ehrgeizigen Frau eingeforderten Drang nach Höherem. 

Und wirklich: Duncan verleiht Macbeth unmittelbar darauf den besagten Titel. Macbeths eigene und seiner Frau Pläne wirken plötzlich wie vom Schicksal vorbestimmt. So kann den beiden das Erreichte nicht mehr genügen. Nach der Erfüllung aller Sehnsüchte löst sich Macbeths Dasein in brutaler Gewalt, Vereinsamung, Verlustängsten und Gewissensbissen auf und offenbart in abgründiger Weise die Sinnlosigkeit des unbedingten Willens zur Macht. 

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Theaterproben

Bilder aus den Proben zu William Shakespeares "Macbeth", welches unsere Theater-AG am 10. und 11. Juni jeweils um 19 Uhr im Laienrefektorium des Klosters Maulbronn spielt: 

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Elternwanderung

Die diesjährige Elternwanderung führte die fast 30 Wanderer bei perfektem Wanderwetter auf dem sog. Museumsweg vom Klosterhof nach Schmie und im großen Bogen wieder zurück nach Maulbronn. Nach der ersten Etappe wartete die Elternvertreterin der Klasse 9 in Schmie mit frisch gebrühtem Kaffee, Croissants und Erfrischungsgetränken auf die Wandergruppe. Danach erhielten wir unter fachkundiger Führung durch die Steinhauerstube im Dorfmuseum von Schmie einen umfassenden Eindruck über das handwerklichen Können, die mühevolle Handarbeit, aber auch über die gesundheitlichen Risiken, um aus den umliegenden Steinbrüchen die Steinblöcke für den Bau des Klosters zu gewinnen. Die Teilnehmer werden zukünftig mit einer neuen und vermutlich noch respektvolleren Sichtweise durch die Gänge und Hallen von Kloster und Seminar wandeln.

M. Posur, Elternvertreter Klasse 10

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Griechenland-Fahrt

Fahrt nach Ancona:

Wir wollten uns gegen 1 Uhr an der Bushaltestelle treffen, bis 1.15 waren auch alle da, nur der Bus fehlte. Herr Keitel und sogar Frau King kamen noch extra einmal zu uns, um sich zu verabschieden und uns eine gute Reise zu wünschen. Mit einer Verspätung von einer halben Stunde fuhren wir dann los. Gegen ca. 5 Uhr morgens kamen wir in Füssen an, wo wir uns mit unserem Busfahrer, der uns auf der ganzen Griechenlandfahrt begleiten wird, trafen. Peter machte gleich einen sympathischen Eindruck auf uns alle und wer Lust hat mit ihm zu reden, setzt sich einfach während der Fahrt neben ihn. Man kann sich wirklich gut mit ihm unterhalten und wir haben so auch erfahren, dass er nicht nur Busfahrer, sondern auch noch Fahrlehrer ist. Während der ganzen Fahrt standen wir nicht einmal im Stau und kamen dann gegen 15 Uhr, nachdem wir an den Geburtsstädten von Vergil (Mantova) und Catull (Verona) vorbeigefahren waren, in Ancona an. Der erste Blick auf das Meer hatte sich uns aber schon ca. 2 Stunden früher mit dem Ausruf von Herr Utz "il mare!" geboten. 

 Fähre von Ancona nach Igoumenitsa:

Nachdem wir 2 Stunden im Hafen gewartet hatten ging es endlich auf die Fähre. Unsere Schlafplätze waren im großen und ganzen ganz okay.... Allerdings konnte man die ganze Nacht das Licht nicht löschen, was deutlich den Comfort beeinträchtigte. Anfangs versuchte noch so mancher auf dem Deck zu schlafen, allerdings begann es dann zu regnen und so kamen dann schließlich doch alle hinein. Die Fähre hatte ein große Lounge mit Bar und wir spielten den ganzen Abend Karten. In der Lounge wurde auch Karaoke gesungen und so sangen auch nach einigem Zögern unsere Mädels und übertrafen natürlich bei weitem alle anderen Sänger. Allmählich hatten sich die meisten zur Ruhe gelegt, hatten doch fast alle ein wenig Kopfschmerzen vom ständigen Schwanken und Vibrieren, doch einige zog es noch in die Diskothek. Tatsächlich war die Disco schön eingerichtet und die meisten von uns ließen sich die Stimmung durch die fast leere Bar nicht verderben. Gegen morgen zog es mich und fast alle natürlich sofort aufs Deck und es boten sich uns die ersten griechischen Insel zum Anblick. Gegen 10 Uhr (griechischer Zeit) legten wir dann im Hafen von Igoumenitsa an. Dank der neu gebauten Straße erreichten wir das Zeusorakel in Dodona nach einer Stunde Fahrt. 

Zeusorakel Dodona:

Das Zeusorakel von Dodona liegt außerhalb der Stadt in der Ebene. Zusammen mit dem zwei weiteren Teilen, nämlich der Akropolis, dort lebten die Menschen, und der Nekropolis, dem Friedhof, bildete die Agora die klassische griechische Stadt. Die ältesten archäologischen Funde reichen bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. Der Orakelkult soll im zwölften Jahrhundert v. Chr. begonnen haben. Ursprünglich bildete nur eine einfache Eiche das Zentrum des Orakels. Priester, die sich nicht die Füße wuschen, deuteten das Rauschen der Blätter. Im neunten Jahrhundert wurden neben die Eiche noch Klangschalen aufgestellt, um die Klänge des Baumes zu erweitern. So taucht die Orakelstätte auch in der Ilias von Homer auf, als Achilleus zu Zeus betet, dass sein bester Freund Patroklos im Kampf unterstützt werden soll: "Zeus, Herr von Dodona! Pelasgier! Ferne wohnend! Der du Dodona beherrschst, der schlimmwinterlichen, und rings wohnen die Sellen, deine Deuter, mit ungewaschenen Füßen, am Boden lagernd." (16. Gesang, V. 232ff) Man vermutet, dass die Menschen immer nur für hochkomplizierte und gewichtige Entscheidungen das Orakel befragt hätten. Aus den überlieferten Orakelsprüchen aber wissen wir, dass vor allem der bürgerliche und einfache Mann nach Dodona kam, um das Orakel zu befragen (nicht so wie in Delphi!!). Er ritzte seine Fragen einfach in kleine Metalltäfelchen und erhielt auf der Rückseite die Antwort. Dass Dodona ein Volksorakel war sieht man gut an den folgenden beiden Orakelsprüchen aus dem 7. Jahrhundert: 

"Soll Nikias die Werkstatt errichten oder nicht?“

„Ist das Kind von mir oder nicht?"

Im vierten Jahrhundert v. Chr. erlebte das Orakel einen großen Aufschwung, da ein großes Weihgeschenk aus Kerkyra gestiftet wurde. Daraufhin stieg der Zustrom zur Orakelstättte stark an und so bekam die alte Eiche eine architektonische Umfassung, den Tempel des Zeus Naios. Direkt daneben befindet sich ein Tempel der Dione, einer weiblich verehrten Form von Zeus. Daneben gab es noch einen Aphrodite- und Heraklestempel. Für die Spiele die jährlich für den Gott des Heiligtums veranstaltet wurden, gab es neben der Laufbahn auch noch ein Theater. Dieses Theater wurde später von den Römern noch umgebaut und konnte so auch als Arena für Gladiatorenkämpfe dienen. Vom Theater ist bekannt, dass das Stück "Andromache" von Euripides aufgeführt wurde. Mich beeindruckt vor allem die Größe des Theaters, bietet es doch Platz für 18.000 Zuschauer. Diese stammten natürlich nicht nur aus der Polis, diese war viel kleiner, sondern kamen zum Teil von sehr weit für ihren Orakelspruch angereist. Im vierten Jahrhundert n. Chr. zerstörte Kaiser Theodosius schließlich das Orakel, ließ die Eiche fällen und grub sogar ihre Wurzeln aus, um den Ort wirklich vollständig zu entweihen.

  • 4 Die ersten griechischen Inseln am Morgen
  • 5 Das Theater in Dodona
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  • Tempelruine der Dione und Akropolis

Meteora – Klöster

Als wir vom Zeusorakel zu unserem ersten Hotel fuhren, regnete es anfangs noch und es war recht neblig. Der Blick auf die phantastischen Felsen blieb uns für den Anfang verwehrt. Aber schon auf der Fahrt hatte man diesen asphaltartigen bzw. betonartigen Stein gesehen, der wie gegossen, ja sogar künstlich, in der Landschaft wirkte.

Am nächsten Morgen sollten wir Glück haben, denn es klarte auf und durch den Regen am Tag davor, war der Ausblick unfassbar klar. Der Ausblick von den Klöstern und auch der Anblick dieser einzigartigen Landschaft ist wirklich wahnsinnig, wenn ihr dort in der Nähe seid, geht dort hin! Von ursprünglich 14 Klöstern sind heute noch 7 übrig geblieben. Sie sind alle oben auf Felskuppeln gebaut. Wir besichtigten zwei der Klöster, ein Herren- und ein Nonnenkloster. Es war etwas merkwürdig, dass einem solchen rituellen Ort, zumindest im ersten Kloster, alles vollkommen von Touristen überlaufen war und Chorgesang über Lautsprecher zu hören war. Das Zentrum der Klöster bildete jeweils das Katholikon. Dieses ist in drei Bereiche durch Mauern geteilt. Den ersten Teil bildet der sogenannte Narthex, in dem die wichtigsten Kulthandlungen vollzogen werden, danach folgt die Hauptkirche und die Apsis, der heiligste Ort, den nur Priester betreten dürfen.

Thermopylen

Auf dem Weg nach Delphi haben wir das moderne Denkmal für den Spartanerkönig Leonidas und seine Krieger besichtigt. Die Spartaner hatten dort in einer Felsenge das Vordringen der Perser verhindert, obwohl sie wussten, dass sie die Stellung nicht halten konnten. Sie kämpften nach spartanischen Idealen bis zum Ende und nahmen ihren Tod für die Freiheit der Griechen in Kauf.

Der Nabel der Welt – Delphi

Delphi bildete neben Olympia den wichtigsten religiösen Ort der Griechen und war die wichtigste Orakelstätte in der ganzen Antike. Nicht nur Griechen, sondern auch Lyder, wie Kroisos, Thraker und Perser kamen von weit her um ihre Handlungen nach dem Orakel auszurichten. Dem Mythos nach tötete Apollon die dort lebende riesige Schlange Python und nahm den Ort in Besitz. Dort wurde schließlich ein großer Tempel für den Gott Apollon gebaut, in dem die Pythia saß und ihre Orakel sprach. Bekannt sind die Leitsprüche, die auf dem Tempel standen:

„Erkenne Dich selbst“ - Einerseits die Grenzen die man als Mensch hat zu erkennen, andererseits die Eigenheit von sich selbst.

„Nichts im Übermaß“

Die Polis schickten Gesandtschaften zum Orakel, um Entscheidungen zu treffen, wie zum Beispiel wo sie Kolonien gründen sollen. Sie präsentierten ihren Reichtum in prunkvollen Gebäuden und Statuen, um den anderen Poleis zu zeigen, wie mächtig sie sind. Neben den zahlreichen Schatzhäusern gab es noch ein Theater und oberhalb des Theaters ein Stadion. Obwohl sich die ehemaligen Poleis dort heute nicht mehr repräsentieren, stellte die Stadt Athen am Anfang des 20. Jahrhunderts ihr antikes Schatzhaus wieder auf.

Anschließend besuchten wir das Ausgrabungsmuseum, in dem ein gut erhaltener Fries aus dem Schatzhaus der Siphnier zu sehen war. Besonders beeindruckend waren noch eine große Sphinx, der Wagenlenker und der goldene Bronzestier.

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