Freizeit

Maulbronn liegt beschaulich im Salzach-Tal, umgeben von Wiesen, Feldern, Wald und von den Seen, die vor Jahrhunderten von den Mönchen angelegt wurden. Die Seminaristen nutzen diese idyllische Landschaft, um Radeln oder Joggen zu gehen, im wenige Meter entfernten Tiefen See, zu dem sie freien Eintritt haben, zu schwimmen oder mit dem Semi-Ruderboot auf dem Tiefen See zu fahren.

Daneben verabreden sich die Seminaristen häufig zum Fußball oder Basketball spielen auf dem "Plätzle" hinter dem Jagdschloss, spielen Indiaka, Capture the Flag oder üben sich im Weakboard fahren, backen Kuchen oder Weihnachtsplätzchen, essen ein Eis auf dem Klosterhof, schreiben Artikel für die Schülerzeitung Semi-Ἄγγελος, treffen sich zur Bandprobe, machen beim Tanzkurs mit, stöbern in der Buchhandlung oder im "Wohlfühlladen", spielen Billiard, Tischtennis oder Kicker... Auch wenn es in Maulbronn auf den ersten Blick nicht so viele Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, wird den Seminaristen so schnell nicht langweilig - es gibt ja immer jemanden, der gerade auch nichts zu tun hat!

  • KlostertagFruehjahr2014
  • Picknick
  • Plaetzchen
  • Plaetzleturnier2014
  • PlaetzleturnierJuli2014
  • PlaetzleturnierZuschauer
  • RacletteDezember2013
  • WMFinale2014
  • zBasketball1
  • zBasketball2
  • zSee

Im Folgenden nun ein paar Gedanken zur "Freizeit" und der legendären "Lichthofparty" von Moritz Chmielewski (Promotion 2010/2014):  

„Wie? Du gehst auf eine Klosterschule? Was macht ihr denn da den ganzen Tag? Beten und „Heilig-sein“ üben? Bist du noch ganz bei Trost?“
Ich bin mir sicher, dass jeder von uns Semis diese Frage schon einmal gehört hat und ich bin es manchmal ganz schön leid, sie zu beantworten. Ja, natürlich beten wir den ganzen Tag und ja, natürlich üben wir uns im „Heilig-sein“. Wir sind alle immer ganz brav, und wissen alle nicht, wie ein „normaler“ Mensch zu leben.

Ironie aus…

Nun ja, wir sind von der Basis her ganz normale Menschen wie ihr auch. Zumindest zum größten Teil. Auch wir wissen, wie man Spaß haben kann. Wir besuchen die Schule und machen danach unsere Hausaufgaben. Doch dann gibt es auch noch die Frage, was wir in unserer Freizeit (ja, auch wir haben so etwas wie Freizeit) machen. Chillen? Natürlich. Etwas mit Freunden unternehmen? Auch das tun wir. Musik? Für manche ist das auf jeden Fall eine Freizeitbeschäftigung, für andere wiederum nicht. Party machen? Klingt unglaubwürdig, aber auch das können wir. Ganz nach dem Motto: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ Mit dem einzigen Unterschied, dass bei uns ein relativ hoher Prozentsatz sogar das kann.
An den sogenannten „Dableibe-Wochenenden“ organisiert die Schülerschaft für Samstagabend die „Lichthofparty“. Sie findet – trotz ihres Namens – schon länger nicht mehr im Lichthof statt, da der Boden es nicht überleben würde und die Verletzungsgefahr aufgrund des Bodens zu hoch wäre, sondern vor dem Lehrerzimmer. 

5…
4…
3…
Licht aus!
2…
1…
Musik an!

Von 22.00 – 23.00 Uhr schauen wir alle 14 Tage aufs Neue, was zuerst nachgibt: das alte Gemäuer oder unsere Anlage. Da es die Lichthofparty aber nun schon seit unzähligen Schülergenerationen gibt, wird uns immer wieder bewiesen, wie gut die Baukunst der Zisterziensermönche war.
Ein kleiner Teil der Schülerschaft bemüht sich darum, die breite Masse mit ihrer Musikauswahl zu beglücken und darum, dass das „Richtige“ gespielt wird (in diesem Fall gibt es noch keine klare Definition dieses Wortes). Ein anderer, sehr kleiner Teil, die „Technik“, kümmert sich darum, dass alles glatt läuft und dass sich Leute um die Musik kümmern. Kurz gesagt: jeder ist abhängig von jedem.
Die Lichthofparty ist aus dem Semi-Leben nicht wegzudenken und immer eine tolle Gelegenheit mit allen (auch klassenübergreifend) zusammen zu sein…