Leben

Am Seminar bilden Schüler:innen, Lehrkräfte und alle Mitarbeitenden eine echte Lebens- und Lerngemeinschaft.

Was das für uns bedeutet? Wir feiern Verschiedenheit als Reichtum und sehen in jedem und jeder die eigenen Stärken. Wir erleben Lebensfreude und Kreativität – beim Sport, beim Feiern, in den Arbeitsgemeinschaften und im ganz normalen Alltag miteinander. Wir freuen uns gemeinsam, gehen respektvoll um und haben echtes Interesse aneinander – mit Empathie und der richtigen Balance zwischen Nähe und Distanz.

Was Seminargemeinschaft ausmacht

Im Erdgeschoss entdecken Besucher:innen die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters, im ersten Stock klingt oft Musik durch die Gänge. Singen, gemeinsam backen oder lernen, Fußball spielen, baden und rudern am Tiefen See gehören für unsere Schüler:innen zum Alltag – alles getragen von einem lebendigen Seminargeist.

Unsere Gemeinschaft stärkt Sozialkompetenz und Empathie, fördert Perspektivwechsel und übt faire Konfliktlösung ein – erkennbar an der persönlichen Entwicklung unserer Schüler:innen. Rückzug ist möglich, doch das Miteinander prägt den Alltag.

Ein großer Gewinn: Lehrer:innen sind zugleich Betreuer:innen. So entsteht Vertrauen und verlässliche Begleitung, durch die unsere Schüler:innen zu selbstständigen, starken Persönlichkeiten heranwachsen.

Sicherheit, Prävention sowie die Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und externen Fachstellen sind dabei ebenso zentral wie regelmäßige Qualitätsentwicklung.

„Das Schönste ist, dass du immer Gleichgesinnte findest, egal wofür du brennst.“

Tag für Tag ein neuer Alltag

Tagesablauf

Im Evangelischen Seminar Maulbronn läuft ein Tag im Grunde nach diesem Rhythmus ab:

 

7.00 Uhr – Start mit Frühstück

Der Tag beginnt entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück. Obwohl es immer wieder so wirkt, als wäre es „viel zu früh“, mussten viele Schüler:innen vor ihrer Seminarzeit noch früher aufstehen – und profitieren nun davon, dass der Schulweg kurz ist. Zum Abschluss des Frühstücks rezitiert der/die Repetent:in die Tageslosung und das Frühstück endet mit einem gemeinsamen Gebet.

7.45 Uhr – Unterrichtsbeginn

Bis zur großen Pause wird konzentriert gearbeitet und gelernt – zwei Stunden am Stück. Einen Pausengong gibt es bei uns nicht, damit der Lernfluss nicht durch Klingel-Impuls unterbrochen wird.

9.20 Uhr – „Geier“-Pause

Die große Pause dauert 20 Minuten. Anders als an anderen Schulen gibt es keine „Frische-Luft-Pflicht“: Man kann sich im Gebäude aufhalten, auf dem Klosterhof sein, im Schlaftrakt entspannen oder im Speisesaal bleiben. Viele stürzen sich in der Zeit (ganz im „Geier“-Stil) auf Müsli, Käsebrote oder Cornflakes.

13.05 Uhr – Mittagessen

Es gibt eine warme Mahlzeit, meist mit Salat und einem Nachtisch. Der Start und das Ende des Essens werden durch Gebet oder ein Lied begleitet. Was am Ende auf dem Tisch landet, beeinflussen die Seminarist:innen aktiv über Rückmeldungen im Küchendienst bzw. im Küchenplenum.

16.00–17.30 Uhr – Arbeitszeit („AZ“)

In diesem Zeitfenster gehen die Seminarist:innen für mindestens 60 Minuten in ihre Arbeitszimmer. Dort wird an Hausaufgaben gearbeitet, gelernt und wiederholt. Repetent:innen achten darauf, dass in den Arbeitsbereichen eine gute Lernatmosphäre herrscht – und da sie zugleich Lehrkräfte sind, können auch Fragen zum Unterricht direkt geklärt werden.

19.00 Uhr – Abendessen

Außer dienstags übernimmt die Küche das Abendessen. Am Dienstag versorgen sich die Seminarist:innen selbst; das dabei eingesparte Geld wird jedes Jahr an ein gemeinnütziges Projekt gespendet. Niemand muss trotzdem hungern: Viele kochen dienstags in kleinen Gruppen gemeinsam in unseren Teeküchen.

20.30–21.00 Uhr – Dienstabnahme

Im Wechsel erledigen die Seminarist:innen verschiedene Aufgaben: zum Beispiel Klassenzimmer oder Arbeitszimmer fegen, Mülleimer leeren und Ähnliches – eben die kleinen Dinge, die den Alltag am Laufen halten.

21.00 Uhr – Hausschluss Klasse 9

Alle Schüler:innen der 9. Klasse müssen um 21 Uhr in ihren „Häusern“ sein – also in den Schlaftrakten. Bis 21.45 Uhr ist dort aber noch Zeit für Austausch, Lesen, Fernsehen, Musik hören und Ähnliches.

21.30 Uhr – Hausschluss Klasse 10

22.00 Uhr – Hausschluss Klasse 11 (J1)

Für die Klassen 9 und 10 beginnt die Bettruhe, außerdem gibt es die Anwesenheitskontrolle der Klasse 12 in der Mühle.

22.30 Uhr – Bettruhe Klasse 11 (J1)

Wochenenden (ähnlicher Ablauf, aber mit Highlights)

Samstag

Der Samstag startet um 7.40 Uhr mit Frühstück. Danach gibt es Unterricht für die Klassen 9 und 10 bis zum Mittagessen um 12 Uhr. Am Samstagnachmittag gibt es Kaffee und Kuchen, abends folgt die legendäre Lichthofparty von 22 bis 23 Uhr. Die Bettruhe verschiebt sich auf 23.30 Uhr.

Sonntag

Das Frühstück ist für alle, die möchten, um 9 Uhr. Viele besuchen anschließend den Sonntagsgottesdienst und verbringen den restlichen Nachmittag gemeinsam frei.

Für alle Semis gilt: Jedes zweite Wochenende ist grundsätzlich ein Heimfahrwochenende.

So lebst du

Schule und Kloster bilden baulich eine Einheit. Im südöstlichen Teil des Klosterareals liegen Kreuzgang und Klosterkirche, im nordwestlichen befinden sich Schul- und Internatsräume.

Wir leben und lernen im ehemaligen Kloster:

Auf dem hinteren Klosterhof wohnen die Mädchen der 9., 10. und 11. Klasse im herzoglichen Jagdschloss. Die Jungen aus den Klassen 9, 10 und 11 wohnen hingegen im Laiendorment, das auf dem vorderen Klosterhof liegt. Die Klasse 12 bewohnt die ehemalige Mühle des Klosters. Hier sind sowohl Mädchen als auch Jungen, nach Stockwerken getrennt, untergebracht.

Vorderer und hinterer Klosterhof

Der vordere Klosterhof ist der zentrale Platz des Klosterkomplexes. Hier trifft man sich auf ein Eis, beobachtet das trubelige Geschehen vor einem Klosterkonzert, genießt einen Abend, indem man auf einer Bank mit Mitsemis chillt oder sich zum Pony trifft.

Der hintere Klosterhof ist der eher ruhige Platz zwischen Jagdschloss und Ephorat. Von hier aus geht es zu den Bereichen, in denen gelernt, gewohnt oder Sport getrieben wird. Genutzt wird der Platz auch, wenn man sich zwischen den Unterrichtsblöcken Zeit zum kurzen Abschalten nimmt und sich für den nächsten Schritt sortiert.

Unterrichtsräume

Die Unterrichtsräume sind im Dorment untergebracht, dem eigentlichen Ort des Schulgebäudes. Nach dem Klassenzimmerprinizip verteilt befinden sich hier der Kleine Hörsaal (Klassenzimmer der 12er:innen), das Audimax (Klassenzimmer der 11er:innen) das Forum (Klassenzimmer der 10er:innen), der Große Hörsaal (Klassenzimmer der 9er:innen), der Musiksaal sowie der frisch removiert NWT-Raum.

Abgesehen von den Unterrichtsräumen werden hier die Übzellen der Semis, die Arbeitszimmer der 9. und 10. Klasse, das Lehrerzimmer, die Büros der Schul- und Internatsleitung, das Sekretariat sowie eine Teeküche beherbergt.

Jagdschloss

Die Mädchen haben ihre Schlafzimmer im 1588 von Landesherr Herzog Ludwig I. von Württemberg erbauten Jagdschloss. Hier belegen in Klasse 9 und 10 in der Regel drei bis vier Mädchen ein Zimmer, während sich in Klasse 11 zwei Mädchen einen Raum teilen.

Moderne Zimmer, Bäder, eine eigene Küche, ein Sport- und ein Aufenthaltsraum bieten alles, was man zum Wohlfühlen braucht.

Laiendorment

Die Jungen wohnen in Zimmern über dem Laienrefektorium und genießen einen herrlichen Blick auf den Klosterhof. Die Räume hier sind mit Stockbetten ausgestattet und werden in Klasse 9 und 10 von maximal vier, in Klasse 11 von zwei Seminaristen bewohnt.

Mühle

Die Klasse 12 bewohnt die ehemalige Mühle des Klosters. Hier sind sowohl Mädchen als auch Jungen, nach Stockwerken getrennt, untergebracht. Die Zimmer werden in der Regel von je zwei Mädchen oder zwei Jungen belegt und dienen sowohl als Schlaf- als auch als Arbeitszimmer.

In der Mühle befinden sich auch Übzellen bzw. Übräume für Musik- und Instrumentalunterricht, eine Oberstufenbibliothek sowie eine Teeküche.

Sportanlage

Sport treiben am Seminar kannst du auf dem „Plätzle“ beim Kicken, auf dem Basketballplatz dribbelnd, beim Training auf der Calisthenics-Anlage und natürlich beim Joggen in den Weinbergen.

Arbeitszimmer - ("AZ")

Alle Semis arbeiten in ihren eigenen Arbeitszimmern, die sie sich zu dritt oder zu viert teilen. Ihnen stehen ein Schreibtisch, ein Regal für ihre Arbeitsmaterialien und eine Pinnwand zur Verfügung. Eigens von den Seminarist:innen mitgebrachte Sitzkissen oder weitere gemütliche Sitzmöglichkeiten machen die Räume zu Verweilmöglichkeiten. Die Benennungen der „AZen“ orientiert sich an der Geografie griechischer Kulturstätten und reicht von „Milet“ über „Sparta“ bis nach „Delphi“.

Aufenthaltsraum

Im „Schöntal“ liegt der Raum, in dem die Seminarist:innen Billard spielen, auf den gemütlichen Sofas chillen, gemeinsam spielen oder einen Film schauen können. Ein fest installierter Beamer und geschlossene Fensterläden können daraus ein klassenübergreifendes Kinoerlebnis machen.

Übzellen-Übräume

In neun über die Häuser verteilten Übräumen besteht für die Semis die Möglichkeit ihre Instrumente zu üben oder zu singen. Hier findet unter anderem auch der Instrumental- oder Gesangsunterricht statt, den externe Gesangs- oder Instrumentallehrer:innen anbieten. Schalldicht gedämmt bleibt man für sich.

Bibliotheken

Um eine GFS vorzubereiten, die Seminarkursarbeit voranzubringen oder für den Deutschunterricht zu recherchieren, stehen zwei Bibliotheken zur Verfügung: eine im Dorment und eine Oberstufenbibliothek in der Klostermühle. Von Belletristik bis zu Fachliteratur stehen hier sowohl jahrhundertealtes Wissen als auch tagesaktuelle Zeitungen bereit.

Lichthof

Ein Treffpunkt im Seminar ist auch der Lichthof. In den Pausen, bei Gruppenarbeiten oder zu Gesprächen trifft man sich im „Loch“ oder markiert auf der magnetischen Landkarte die Herkunftsorte der Seminarist:innen.

Ephorat

Für das große multifunktionale Ephoratsgebäude ist der Wohnsitz des Ephorus, der hier liegt, namensgebend. Auf demselben Stockwerk ist auch das Büro der Klosterkonzerte beherbergt. Im ersten Stock haben zum einen die Elfer:innen ihre Arbeitszimmer; hier sind aber auch ein Differenzierungsraum, der Aufenthaltsraum der Semis sowie das „Pairis“, der Ort für die Seelsorgegespräche, untergebracht. Die „Abt-Entenfuß-Halle“ im Erdgeschoss dient als Speisesaal des Seminars.

Freizeit

In ihrer Freizeit genießen die Seminarist:innen die Atmosphäre des Klosters Maulbronn – seit 1993 UNESCO-Welterbe – und die malerische Umgebung.

Sportliche und naturverbundene Semis kommen voll auf ihre Kosten: Radeln, Joggen, Spaziergänge in den Weinbergen, Schwimmen im Tiefen See oder eine Fahrt mit dem Semi-Ruderboot. Auch Billard, Tischkicker, Fußball und Basketball auf dem Plätzle oder die Sport-AG sind beliebt. Besonders am Wochenende wird gerne aus unserer großen Spielesammlung ausgeliehen.

Wer Musik liebt, ist bei uns richtig: Viele Semis spielen Klavier auf hochwertigen Instrumenten, erhalten guten Unterricht und können in den Übzellen allein oder in kleinen Gruppen üben. Auch Chor und Orchester stehen offen. Getanzt wird gern bei der Lichthofparty, die samstags an Dableibe-Wochenenden stattfindet.

Weil die Semis die Gemeinschaft lieben, entstehen viele eigene Ideen für die Freizeit – ob beim gemeinsamen Backen oder dienstags, am Selbstversorgerabend, beim gemeinsamen Kochen.

Freizeit

Schülererfahrungsbericht zu unserer legendären Lichthofparty

„Wie? Du gehst auf eine Klosterschule? Was macht ihr denn da den ganzen Tag? Beten und „Heilig-sein“ üben? Bist du noch ganz bei Trost?“

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns Semis diese Frage schon einmal gehört hat und ich bin es manchmal ganz schön leid, sie zu beantworten. Ja, natürlich beten wir den ganzen Tag und ja, natürlich üben wir uns im „Heilig-sein“. Wir sind alle immer ganz brav, und wissen alle nicht, wie ein „normaler“ Mensch zu leben.

Ironie aus.

Nun ja, wir sind von der Basis her ganz normale Menschen wie ihr auch. Zumindest zum größten Teil. Auch wir wissen, wie man Spaß haben kann. Wir besuchen die Schule und machen danach unsere Hausaufgaben. Doch dann gibt es auch noch die Frage, was wir in unserer Freizeit (ja, auch wir haben so etwas wie Freizeit) machen. Chillen? Natürlich. Etwas mit Freunden unternehmen? Auch das tun wir. Musik? Für manche ist das auf jeden Fall eine Freizeitbeschäftigung, für andere wiederum nicht. Party machen? Klingt unglaubwürdig, aber auch das können wir. Mit dem einzigen Unterschied, dass bei uns ein relativ hoher Prozentsatz sogar das kann. An den sogenannten „Dableibe-Wochenenden“ organisiert die Schülerschaft für Samstagabend die „Lichthofparty“. Sie findet – trotz ihres Namens – schon länger nicht mehr im Lichthof statt, da der Boden es nicht überleben würde und die Verletzungsgefahr aufgrund des Bodens zu hoch wäre, sondern vor dem Lehrerzimmer.

5…
4…
3…
Licht aus!

2…
1…
Musik an!

Von 22.00 – 23.00 Uhr schauen wir alle 14 Tage aufs Neue, was zuerst nachgibt: das alte Gemäuer oder unsere Anlage. Da es die Lichthofparty aber nun schon seit unzähligen Schülergenerationen gibt, wird uns immer wieder bewiesen, wie gut die Baukunst der Zisterziensermönche war.

Ein kleiner Teil der Schülerschaft bemüht sich darum, die breite Masse mit ihrer Musikauswahl zu beglücken und darum, dass das „Richtige“ gespielt wird (in diesem Fall gibt es noch keine klare Definition dieses Wortes). Ein anderer, sehr kleiner Teil, die „Technik“, kümmert sich darum, dass alles glatt läuft und dass sich Leute um die Musik kümmern. Kurz gesagt: jeder ist abhängig von jedem.

Die Lichthofparty ist aus dem Semi-Leben nicht wegzudenken und immer eine tolle Gelegenheit mit allen (auch klassenübergreifend) zusammen zu sein…

Essen ist Kultur

Leitlinien der Seminarküche Maulbronn

Wert auf die Qualität des Speiseangebots zu legen, bedeutet für uns:

  • Verarbeitung von frischen Lebensmitteln
  • Bevorzugter Einkauf von Fairtrade gehandelten Lebensmitteln, wenn möglich Bio-Produkten
  • Vorwiegend Verarbeitung von regionalen Lebensmitteln
  • Möglichst wenig verarbeitete Produkte (Convenience)
  • Selbst zubereitete Desserts aus Milchprodukten und /oder Obst
  • Wasser, Tee und Fruchtsäfte statt gesüßter Getränke
  • Jede Mahlzeit mit Salat oder Gemüse und Dessert
  • Obst und Gemüseangebot entsprechend der Saison
  • Obst und Wasser (Sprudler) immer zur freien Verfügung
  • Abendessen mit frischen Gemüsesticks und Obst
  • Berücksichtigung jeglicher Unverträglichkeiten
  • Ausschließliche Verwendung von Jodsalz
  • Verwendung von nur hochwertigen Ölen (Oliven, Raps und Sonnenblumenöl)

 

Herstellung des Essens

  • Wir betreiben eine Cook-&-Serve-Küche, d. h. wir produzieren nicht vor, sondern bereiten täglich frisch zu und servieren möglichst ohne lange Warmhaltezeiten.
  • Modernste Küchentechnik unterstützt die erfahrenen Mitarbeiter:innen, die Speisen vitamin- und nährstoffschonend und nach höchsten hygienischen Richtlinien zuzubereiten.

 

Speiseplan

  • Wir bieten einen abwechslungsreichen und ausgewogenen Speiseplan.
  • Die Qualität des Mittagessens ist uns wichtig. Wir orientieren uns bei der Speiseplangestaltung an den Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), welche z.B. pro 5 Tage-Woche folgendes empfiehlt:
  • täglich Getreide, Getreideprodukte oder Kartoffeln; davon max. 1 x Kartoffelerzeugnisse (Rösti, Kroketten usw.)
  • täglich Gemüse, davon mind. 2 x Rohkost oder Salat
  • 1 x Obst als Wahl zum Dessert beim Mittagessen und ein ständig bereitstehender Apfelkorb
  • 2 bis 3 x Milch oder Milchprodukte
  • 2 bis 3 x Fleisch/ Wurst, davon mind. 1 x mageres Muskelfleisch
  • 1 x Seefisch, alle 14 Tage fettreicher Seefisch
  • Der wöchentliche Speiseplan ist voll deklariert und übersichtlich gestaltet.
  • Nährwerte, Allergene und Zusatzstoffe können komplett eingesehen werden.

 

Essensablauf

  • Bei uns wird das Mittagessen um 13:05 Uhr serviert. Vor dem Essensbeginn wird ein Tischgebet gesprochen.
  • Das Mittagessen wird im Schüsselsystem ausgegeben, was bedeutet, dass für jeden Tisch das Essen in Schüsseln serviert wird.
  • Dadurch entsteht eine Tischkultur wie Zuhause, bei der das Teilen und die Kommunikation untereinander bei den Schülern gefördert wird.
  • Um möglichst wenig Essensreste entsorgen zu müssen, werden die Schüsseln angesichts der Personenzahl am Tisch befüllt und serviert.

 

Nachhaltigkeit

  • Mit der Auswahl der Produkte übernehmen wir Verantwortung für Natur und Umwelt.
  • Bioprodukten beim Einkauf so weit wie möglich den Vorzug geben.
  • Zur Verbesserung der Energiebilanz achten wir auf Regionalität und Saisonalität.
  • Zur Verbesserung des Tierwohls legen wir Wert auf eine akzeptanzsteigernde hohe Vielfalt und auf die Qualität von vegetarischen Alternativgerichten.

Ute Roßwag, Küchenleiterin

Unser Konzept

Internate können zu Stätten sexualisierter Gewalt werden und sind es geworden. Das Evangelische Seminar Maulbronn ist sich dieser Tatsache bewusst. Der Schutz und die fürsorgliche Begleitung der uns anvertrauten Jugendlichen hat im Internats- und Schulalltag höchste Priorität. Unser Ziel ist es, dass das Evangelische Seminar Maulbronn ein Ort ist, an dem sich Schüler:innen, Lehrkräfte und Mitarbeiter:innen in jeder Hinsicht sicher fühlen.

Aus diesem Grund hat sich das Kollegium des Evangelischen Seminars Maulbronn zur Entwicklung eines Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt verpflichtet, das unserem Verantwortungsbewusstsein für die Schüler*innen des Evangelischen Seminars gerecht wird.

Das Schutzkonzept wurde im Schuljahr 2020/21 kooperativ von Kollegium, Schüler:innenschaft und Elternschaft mit Beratung und Begleitung durch Fachkräfte erarbeitet und in der Schulkonferenz am 6. Juli 2021 verabschiedet. Als Konzept, das sich Realitäten und Entwicklungen stellt und sie vorbeugen will, unterliegt es dem stetigen Wandel.

Zur Selbstverpflichtung, die einen Teil unseres Schutzkonzepts ausmacht, geht es hier.

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