Sommerfreizeit 2023

Ein Rückblick

Ein wildes Brausen durchzieht die sonst in den Sommerferien stillen Hallen des Seminars – im Oratorium spielt eine Horde aufgedrehter Kinder mit gut gelaunten Mitarbeitenden das beliebte Amöbenspiel, während sich eine gar nicht so kleine Gruppe Unerschrockener im Nieselregen kreischend und johlend in den tiefen See wagt.

Von der Küche mit warmen Mahlzeiten und Kuchen rundum verwöhnt, lässt es sich nachmittags gestärkt an verschiedenen Tischen im Krankengang sitzend gut sein: Manche knüpfen Armbänder oder kneten Salzteigfiguren, manche batiken Kleidungsstücke, andere schleifen und bohren an selbst entworfenen Holzarbeiten, wieder andere schießen mit einer selbst gebastelten Apparatur Wasserraketen in den Himmel über dem Ephoratsgarten oder werfen selbst gebastelte Papierflieger um die Wette aus den Fenstern.

Abends findet sich der bunte Haufen aus 40 Kindern und insgesamt 16 Mitarbeitenden um ein Kreuz aus Teelichtern im Lichthof ein, trällert zur Gitarre ein paar Lieder, hört eine Geschichte über Gott und wankt dann müde, aber fröhlich und bestens ausgelastet in die Schlaftrakte.

Anderntags bestaunen die Kinder bei einem Secret-Places-Stationenlauf die Konradsglocke, lauschen fasziniert den Fledermäusen auf dem Dachboden des Ephorats, beschmieren sich bei einer Wanderung zum Barfußpfad hingebungsvoll mit Matsch, spielen unermüdlich Wikingerschach im Graben, rasen übers Plätzle und wuseln bei einem geheimnisvollen Lichterspiel durch den halbdunklen Kreuzgang.

Es ist eine sehr volle, bereichernde und spannende Woche für alle. Die Mitarbeitenden sind aktuelle oder ehemalige Seminarist:innen, das Leitungsteam wird von den Seminarlehrern/dem Pfarrteam aus Sebastian Eberhardt, Philipp Häge, Eva Karmrodt und Angelos Tyllios gestellt. Wir wachsen, Ehren-wie Hauptamtliche, zusammen durch die Vielfalt an (neuen) Aufgaben, die diese Sommerfreizeit uns stellt und wir genießen die Früchte der langen Vorbereitung: Unser Eindruck ist, dass die Kinder das Programm, den Ort und die Menschen hier mögen und neugierig werden: „Wie, hier kann man zur Schule gehen?“

Auch im Nachgang der Freizeit erhalten wir von den Kindern und vielen Eltern wertschätzende, ermutigende und konstruktive Rückmeldungen – wir haben unser Ziel, den Teilnehmenden eine tolle Woche im Kloster zu bieten, erreicht und die Neugier der Kinder auf die Seminare geweckt.

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